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"comeback50"

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert im Rahmen des Programmes „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen“ seit September 2005 bundesweit 62 Regionalpakte.

Der Kreis Borken ist zum 01.07.2009 dem bestehenden Beschäftigungspakt der ARGEN Wesel und Essen beitreten. Neben dem Kreis Borken sind ebenfalls dem Pakt betreten die ARGE Krefeld, die ARGE Mönchengladbach sowie die ARGE Rhein-Kreis-Neuss.

Der neue Gesamtpakt hat sich unter der Bezeichnung

NiederRhein-Ruhr-Westfalen-Pakt 50plus (NRRW-Pakt 50plus)

zusammengeschlossen.

Im Kreis Borken wird dieses Programm unter der Bezeichnung comeback50 umgesetzt. Ziel von comeback50 ist es, die Chancen von älteren Langzeitarbeitslosen auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und zum Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu verbessern.

 

Weitere Informationen zur Umsetzung im Kreis Borken erhalten Sie unter

http://www.comeback50-borken.de/


Initiative comeback50 des Jobcenters im Kreis Borken / Kinoevent mit Arbeitgebern

Kreativität und Phantasie als Erfolgsrezept

Initiative comeback50 des Jobcenters im Kreis Borken / Kinoevent mit Arbeitgebern

Gerade die Kreativität sei es, die die Besonderheit des Programms Perspektive 50plus auszeichne - sagte MdB Karl Schiewerling just auf einem Musterbeispiel eines kreativen Events. Unternehmer aus dem Kreis Borken waren ins Cinema Ahaus gekommen, um sich mit dem Thema Ältere im Arbeitsleben auseinanderzusetzen. Eingeladen hatte die Initiative comeback50 zur Vermittlung älterer Arbeitsloser des Jobcenters im Kreis Borken.

So saßen die Chefs von Handwerksbetrieben und Firmen aller Art bequem bei Popcorn im Kinosessel und folgten dem vielseitigen Programm.

Bundestagsabgeordneter Karl Schiewerling, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte, dass der Arbeitsmarkt heute ganz unter dem Vorzeichen des demografischen Wandels stehe. "Heute werden Ältere in den Betrieben gehalten statt sie in Frührente zu schicken." Problematisch sei aber weiterhin, dass ältere Menschen immer noch Schwierigkeiten hätten, nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder eine Anstellung zu finden. Hier setzt das "Erfolgsprogramm" Perspektive 50plus an. Mit den in den Regionen sehr unterschiedlichen Einzelprojekten gelingt es, so Schiewerling, ältere Arbeitslose zu aktivieren, zu trainieren und oft zu vermitteln.

Wichtigster Grund für den Erfolg seien die wenigen Vorgaben, dies es den einzelnen Projektträgern und Jobcentern ermöglichen, viel Kreativität und Phantasie freizusetzen. Wahrscheinlich werde man nun auf Bundesebene beschließen, Perspektive 50plus mit ihren bundesweit 78 regionalen Beschäftigungpakten zu einem Regelangebot zu machen.

Auch Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster betonte: "Das Ungewöhnliche ist typisch für comeback50". Das Projekt stehe für neue Wege, gute Kontakte zur Wirtschaft und für existenzsichernde Beschäftigung für viele ehemals Arbeitslose. In einer Diskussionsrunde mit Vertretern aus Wirtschaft und Handwerk wurde deutlich, wie sehr mittlerweile viele Arbeitgeber Ältere in ihrem Betrieb schätzen: Vor allem die Erfahrung und Zuverlässigkeit sei es, die ihren Einsatz in vielen Bereichen sinnvoll macht. Allerdings: Ständige Weiterbildung auch im Alter ist Pflicht.

Wie es sich für ein Kino gehört, wurden auch Filme gezeigt: Der vielfach prämierte Kurzfilm "Edgar", in dem ein älterer Mann mit Schlitzohrigkeit Arbeit findet, sowie der neue Imagefilm von comeback50, in dem Beispiele gelungener Vermittlung dokumentiert werden. Den satirischen Abschluss bildete Kabarettistin Uta Rotermund, die als selbstbewusst-kratzige Dame in den besten Jahren für die eigentlichen Qualitäten dieser Generation warb.

Comeback50 ist eine Initiative des Jobcenters im Kreis Borken in Zusammenarbeit mit der Akademie Klausenhof und der Berufsbildungsstätte Westmünsterland. Seit 2009 hat comeback50 929 Personen betreut, davon konnten 280 in Arbeit vermittelt werden.