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Bürgerarbeit im Kreis Borken

Ab dem 01.09.2010 ist die Bürgerarbeit ein weiterer Baustein im Angebot des Jobcenters im Kreis Borken. Der Kreis Borken beteiligt sich gemeinsam mit den 17 Städten und Gemeinden an dem neuen Programm für Langzeitarbeitslose, das Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vorgestellt hat. Das Konzept: Arbeitslosen, die  trotz intensiver Bemühungen auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Anstellung finden, können zeitlich befristete Arbeitsverträge erhalten. Reguläre Jobs dürfen dabei nicht verdrängt werden. Daher übernehmen die Arbeitslosen ausschließlich  gemeinnützige Tätigkeiten. Sie begleiten Ältere oder Behinderte bei Arztbesuchen oder Behördengängen, unterstützen Übungsleiter im Breitensport oder die Essensausgabe für Bedürftige.

Bundesweit beteiligen sich knapp 200 Jobcenter und damit etwa die Hälfte der Grundsicherungsstellen an dem neuen Programm. "Wir hoffen, dass die Bürgerarbeit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neue Perspektiven eröffnet und sie erfahren, dass ihre Fähigkeiten gebraucht werden", erklärt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter in den Kommunen vor Ort haben im Vorfeld geprüft, welche Männer und Frauen, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II beziehen, an dem Programm teilnehmen möchten. Ab dem 01.09.2010 konnte für die ersten von ihnen die vorgeschaltete sechsmonatige Aktivierungsphase beginnen. Während dieser Zeit werden verstärkte Anstrengungen zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt unternommen, wie gezielte Förderung, Fortbildung und  Unterstützung.  Erst wenn auch diese Bemühungen nicht zu einem regulären Arbeitsvertrag geführt haben, startet die Bürgerarbeit.

Bis zu drei Jahren werden die Arbeitsplätze mit einem Festbetrag gefördert, der den Aufwand des Arbeitgebers für Arbeitsentgelt und Sozialversicherung verringert. Bei einer Wochenarbeitszeit von 30 Stunden beträgt die einheitliche Förderung 1.080 Euro, bei einer Wochenarbeitszeit von 20 Stunden 720 Euro. Jeweils die Hälfte dieser Beträge steuern der Bund und der Europäische Sozialfonds bei. Das Bruttogehalt der Beschäftigten kann aber auch höher sein.  Während der gesamten Dauer der Bürgerarbeit steht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Coach zur Seite, der sie regelmäßig am Arbeitsplatz besucht, bei Problemen vermittelt und auch bei Bewerbungen unterstützt. Das eigentliche Ziel der Bürgerarbeit bleibt nämlich, für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Im Kreis Borken können bis zu 112 Bürgerarbeitsplätze gefördert werden.


Bewilligte Bürgerarbeitsplätze im Kreis Borken