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Bestandteile des Arbeitslosengeldes II


Das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld werden in Höhe der so genannten anerkannten Bedarfe erbracht, soweit diese Bedarfe nicht durch Einkommen oder Vermögen gedeckt sind. Als Bedarfe werden die Regelbedarfe zur Sicherung des Lebensunterhalts sowie Bedarfe für Unterkunft und Heizung anerkannt, soweit diese angemessen sind. Hinzu kommen gegebenenfalls Mehrbedarfe, die für besondere Lebenslagen wie Alleinerziehung, Schwangerschaft oder bei aus medizinischen Gründen erforderlicher kostenaufwändiger Ernährung berücksichtigt werden.

 

  • Regelbedarf
    Der Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Bedarfe für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung und Erzeugung von Warmwasser entfallenen Anteile sowie Bedarfe zur Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft (das sog. sozio-kulturelle Existenzminimum). Der Regelbedarf wird als monatlicher Pauschalbetrag berücksichtigt.
  • Mehrbedarfe
    Im Einzelfall haben Leistungsberechtigte aufgrund besonderer Lebensumstände einen erhöhten laufenden Bedarf, der nicht durch die Leistungen zur Deckung des Regelbedarfs abgedeckt wird. Hierzu gehören beispielsweise Schwangere, Alleinerziehende oder erwerbsfähige behinderte Menschen.
  • Bedarfe für Unterkunft und Heizung
    Die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende berücksichtigen bei der Erbringung des Arbeitslosengeldes II auch Bedarfe für Unterkunft und Heizung in Höhe der angemessenen Aufwendungen. Dazu gehören auch die Nebenkosten wie z.B. Kosten für Kaltwasser und Warmwasserversorgung.
    Grundsätzlich gilt: Nur angemessene Aufwendungen werden als Bedarf berücksichtigt. Die Angemessenheit der Aufwendungen wird in der Regel von dem örtlich zuständigen kommunalen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende in einer Richtlinie festgelegt.
  • Einmalige Leistungen
    Auf Antrag können die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende einmalige Leistungen gewähren. Möglich sind Zahlungen beispielsweise, wenn ein Haushalt zu gründen ist, die Geburt eines Kindes bevorsteht oder wenn die Versorgung mit orthopädischen Schuhen erforderlich ist.
  • Leistungen zur Bildung und Teilhabe
    Insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Bildungs- und Teilhabeleistungen zum Beispiel bei Klassenfahrten und Tagesausflügen sowie dem Mittagessen in Schule und Kita, bei Musik, Sport und Spiel in Vereinen und Gruppen.
    Link: weitere Informationen zu Bildung- und Teilhabeleistungen im Kreis Borken
  • Leistungen zur Eingliederung in Arbeit
    Alle Erwerbsfähigen sollen so unterstützt werden, dass sie künftig ihren eigenen Lebensunterhalt und den ihrer Angehörigen aus eigenen Kräften und Mitteln bestreiten können.
    In der Regel wird daher für jede/n Antragsteller/in unmittelbar nach der ersten Vorsprache im Jobcenter ein Beratungstermin mit dem sogenannten Fallmanagement vereinbart.